Die Rückkehr am Snagmare
von MedienMogul am 20. Jun. 2011, abgelegt unter Berichte, Sessionberichte
So kann es manchmal laufen. Eigentlich haben wir uns für dieses Jahr viele neue Gewässer vorgenommen und wollten den Snagmare nur noch selten befischen. Gründe für diesen Entschluss gab es viele. Der anglerische Druck wurde immer größer. Viele Veranstaltungen die einen ruhigen Tag bzw. eine ruhige Nacht nahezu unmöglich machen. Eine gewisse Monotonie bei den Stellen und auch bei den Fischen. Nach 2 Jahren wissen wir wie ein Graser aussieht. Doch dann kam mal wieder alles ganz anders…
Geplant waren viele Sessions an der Elbe. An diversen Stellen, viele Theorien wurden aufgestellt, viele Touren ans Wasser um einen ersten Überblick zu bekommen. Die Elbe-Vorhaben endeten jedoch nach der ersten Nacht. Das ist irgendwie nicht unsere Fischerei. Sehr viel über das Futter machen, die weiten, offenen Wiesen mit wenigen Bäumen. Da fühlen wir uns nicht wohl. Also wurde weiter gesucht. In unserer Gegend gibt es noch ein paar Gewässer, die recht interessant wären. Doch entweder muss man in der Nacht fürchten, dass das Auto beschädigt wird oder man muss eine Nummer ziehen um einen Platz am Wasser zu bekommen – so stark ist der Ansturm. Beide Umstände kommen für uns gar nicht in Frage. Auch das Projekt “Waldfeen” wurde mit der Zeit sehr monoton. Immer die selben Stellen, immer die selben Montagen, immer die selben Köder und immer die selben Fische. Logische Konsequenz: Abbruch.
Also verschlug es uns, eigentlich nur wegen der Neugier, an den Snagmare. Nach kurzer Besichtigung fong das bekannte Kribbeln wieder an. Die Stellen sahen hinreißend aus. Kein Mensch weit und breit in Sicht. So sind wir am nächsten Tag wieder hin, haben ein paar Würfe mit dem Smartcast gemacht um unsere gespeicherten Kanten wieder zu finden und haben einfach mal ein paar Murmeln versenkt. Dann kam der große Tag.
Die Montagen wurden wieder angepasst, die Ruten extrem aufgebaut und felsenfest im Boden verankert und dann, bei einer guten Tasse Kaffee die Sonne genossen. Das die Ruten so oder so nicht vor dem Abendbrot raus müssen, wissen wir ja inzwischen. Die Nacht war anfangs sehr ruhig. Gegen 01:00 Uhr meldete sich doch endlich mein Delkim! Die Freude hielt sich allerdings in Grenzen. Zwar ein wunderschönes Tier, aber doch wieder “nur” ein Graser. Wieder in der Standardgröße 100cm, 20pfd. Schade. In der Morgendämmerung gab es noch einen brachialen Biss beim OberMogul. Das KANN kein Graser gewesen sein. Leider stieg der Fisch wieder aus, aber unser Snagmare-Fieber war wieder geweckt. Und die nächsten Stellen bereits gesichtet…

