Snagmare: The Ant-Land

von am 21. Jun. 2011, abgelegt unter Berichte, Sessionberichte

Das es nach 2 Jahren am Snagmare noch Stellen gibt, an denen wir bislang noch nicht eine Session gemacht haben sollte man kaum glauben. Doch dem ist so. Das Ant-Land gehört zu diesen Stellen. Ein Ufer, an das wir uns bislang nicht heran getraut haben. Maximal 5m² freie Wasserfläche/Stelle, Hindernisse ohne Ende, ein sehr rutschiges Steilufer und, wie es der neue Name schon sagt: Ameisen, Ameisen, Ameisen. Doch in der letzten Sessions am Catwalk wurde der Entschluss gefasst eine “Hardcore-Nacht” zu machen. Wenn wir gewusst hätten, dass das Vorhanden so erfolgreich ist, hätten wir uns bestimmt schon früher hingesetzt.

Bei der ersten Begehung sah es gar nicht gut aus: kaum eine befischbare Wasserfläche, kaum Platz zum sitzen. Es kostet viel Überwindung sich dort eine Stelle zu suchen, wohl war uns beiden nicht bei der Sache. Nach langem Hin und Her platzierten wir ein paar leckere Murmeln…
Die Strategie war einfach: wenig Futter und nur eine Rute. Ich wollte einfach noch nicht daran glauben, dass die Fische in diesem See keine Fischmehl-Pillen mögen und fütterte also mit solchen vor. Dann kam die Nacht der Entscheidung.

Nachdem das bisschen Tackle an den Stellen war gab es erst einmal noch eine leckere Tasse Kaffee und das herrliche Wetter wurde genossen. Schon eigenartig wie es manchmal laufen kann. Angefangen haben wir an Stellen, die als “schwierig zu befischen” gelten. Nach einem Jahr fischen wir dort, “wo wir nie einen Fisch landen werden”. Und im dritten Jahr? Tja…man sieht das Wasser vor lauter Bäumen nicht. Aber man wächst ja bekanntlich an seinen Aufgaben. Also ab dafür und die Montage anpassen.

Also das ganze Geknote fertig war gingen die Vorfächer baden und das wartet stellte sich ein. Allerdings sollte es gar nicht so lang dauern. Wir haben gerade unser Abendbrot beendet, da läuft meine Rute auch schon ab. Nach nicht einmal 3h! Ich rannte das Steilufer herunter, brach mir fast die Knochen und hätte beinahe meine Rute über den Haufen getreten. Doch alles ging gut und ich hatte den ersten Fischkontakt. Nach 5 Minuten zeigte sich ein wunderschön goldener Graser von ca. einem Meter. Dieser stieg allerdings auch recht bald wieder aus. Zum Glück hatte ich gleich zwei Vorfächer fertig gemacht. Also ein kurzen Wechseln, Rute wieder scharf gemacht, 3 Hände nachgefüttert, fertig.

Die Dunkelheit stellte sich nun ein. Die heiße Zeit am Snagmare. Doch die Ruten blieben erst einmal still. Bis sich gegen 23:30 Uhr der Fox vom OberMogul meldete. Im straffen Dauerton schrie er um Gnade bis kurz darauf auch dieser Fisch wieder ausstieg. Dieter Martens “Nur Pech in dieser Session. Sowas hab ich noch nie gehabt…” schoss uns beiden durch den Kopf. Also wurde auch diese Rute wieder klar gemacht. Das sollte für die Nacht allerdings der letzte Fisch bleiben.

Regen stellte sich ein, was in dieser Nacht nicht sonderlich gut war. Denn Platz um ein Zelt oder Shelter aufzubauen gab es nicht. Ich hatte meinen uralten Angelschirm dabei. Ronny gab sich mit der Abhakmatte zufrieden und baute sich ein Häuschen daraus.

Project: Snagmare Pioneers In den frühen Morgenstunden meldete sich dann endlich meine Rute noch einmal. Ein brutaler Biss, ein herrlicher Drill. Zuerst sachte ich wieder einen Graser gesehen zu haben. Doch dieser Graser stelle sich dann doch als Spiegler heraus. Endlich! Nach fast einem halbem Jahr wieder einer dieser wunderschönen Snagmare-Spiegler! Ziel erreicht! Jetzt galt es den Fisch nicht in den Hindernissen zu verlieren. Nach dem nervenzerfretzenden Drill lag er dann endlich auf der Matte. Ein traumhafter Anblick. Es war auch gleich ein Fisch der größeren Klasse in diesem See. Ca. 85cm mit 24-26pfd. Urplötzlich war alles egal. Allen Stress mit diesen Stellen, das bescheidene Wetter, die Ameisen. Und die Stellen am Ant-Land sind ein neuer Favorit.

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